Rezension: zwei Herzen im Regen von Jo Berger


Jella Bernstein ist Mitte Zwanzig, attraktiv und Single … doch für die Liebe hat sie keine Zeit!

Jella hat ein gutes Herz und eine große Aufgabe: seit dem Tod ihrer Eltern ist sie allein für ihre sechzehnjährige, pubertierende Schwester Kim verantwortlich. Also hat Jella keine Zeit und keine Nerven, mit Freundinnen um die Häuser zu ziehen und ihren Traummann zu treffen. Doch dann steht eines Nachts in strömendem Regen ein total durchnässter Mann mit Rucksack vor ihrem Haus. Soll sie diesen Landstreicher für diese eine Nacht bei sich aufnehmen?

circa 60 Taschenbuchseiten








Beurteilung:

Jella ist vom Leben gebeutelt. Ihr erst kürzlich verstorbener Vater hinterließ ihr ein marodes Haus, das sie mit ihrem eher mikrigen Gehalt versucht zu renovieren. An allen Ecken und Kanten warten diverse Baustellen. Hier das defekte Fenster, dort die verstopfte Regenrinne etc etc. Eine Lebensaufgabe.
Doch damit nicht genug. Ein Pubertier - in Form ihrer jüngeren Schwester - setzt dem ganzen die Krone auf. 

Eines schönen Abends steht plötzlich ein Fremder vor Jella's Tür. Tobias. Ein Rucksackreisender, der sich verlaufen hat und nun Zuflucht vor dem Regen sucht. Kurzentschlossen bietet Jella ihm Obdach  und stellt kurz darauf fest, dass Tobias ein Geschenk des Himmels ist, denn Tobias ist ein begnadeter Handwerker. Innerhalb kürzester Zeit repariert er die Regenrinne, bessert Fenster aus, verputzt Risse in den Wänden und hält Einzug in Jellas Herz, um tagsdrauf zu verschwinden....

Wo ist er hin? Ist da mehr als ein One-Night-Stand? Wer ist Tobias wirklich? Gibt es ein Wiedersehen? Uns was hat ein Zusammenstoß auf dem Baumarktparkplatz mit allem zu tun?

Jo Berger erzählt mir "zwei Herzen im Regen" eine kleine Geschichte über die Ungerechtigkeiten des Lebens und das die Liebe alles in gänzlich anderes Licht taucht.
Eine wirklich niedliche, kurzweilige Geschichte mit Herz, Humor und einen Funken Erotik.

Allerdings erschien mir Kim etwas überzogen. Natürlich sind Teenager immer genervt und halten sich für besonders schlau, aber etwas Empathie sollte sie dennoch besitzen. Besonders, wi der Vater kaum ein Jahr tot ist. Irgendwie passte das nicht so recht. Ansonsten eine interessante Geschichte, die Hoffnung weckt.

4 von 5 Regenschirme.

#02/2018

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