Rezension: Die zehnte Generation - zwei Welten von Michael G. Spitzer


(c) Hybrid verlag







In einem Verbund von magisch begabten Menschen wird alle zehn Generationen ein Kind geboren, bei dem die Fähigkeiten besonders stark sind. Als die 17-jährige Charlotte Shearer in diese Gesellschaft eingeführt wird, beginnt für sie ein neues, von ungewohntem Wohlstand geprägtes Leben. Doch schon bald muss sie erkennen, dass dieser Luxus ein Opfer von ihr verlangt, welches sie nicht zu bringen bereit ist. Um dieser Forderung entgegentreten zu können, bleibt ihr keine andere Wahl: Charlotte muss ihre Fähigkeiten einsetzen.


Beurteilung:

Mit "Die zehnte Generation - zwei Welten" hält man nicht nur den Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe in Händen. Nein, viel mehr ist es ein Blockbuster für die Gehirnwindungen. Eine Droge, die nach wenigen Seiten in die Sucht treibt. Kurz mal "anlesen" ist nicht. Charlotte und ihre Geschichte saugen auf, fesseln, unterhalten, überraschen, schockieren und berühren. Dieses Buch ist für alle Ebenen und hat mich mehr als nur einmal meine Umwelt vergessen lassen.

Charlotte Shearer ist eine junge Frau, die kurz vor ihrem 18. Geburtstag eine erstaunliche Entdeckung machen darf. Die Welt so wie sie sie bisher kennt, ist nur die halbe Wahrheit. In unserer Welt, mitten unter uns, existiert eine Paralellgesellschaft. Eine Gesellschaft der ganz eigenen Art.

Es gibt quasi zwei Welten - die Welt der Unbegabten und die der Begabten. Die Welt der "normalen" Menschen und jene der mit magischen Befähigungen, Gaben. Und sie ist ein Teil dieser zweiten Welt. Laut alten Schriften und Prophezeihungen soll sie etwas besonderes sein und eine Offenbarung sein. Ein Mädchen, das bis dahin ungeliebt und unscheinbar war, wird plötzlich zum Spielball der Intriganten und zur begehrten Trophäe.

Doch zu welchem Preis?

Schnell muss Charlotte erkennen, dass nicht alles Gold ist was glänzt und die Welt der Begabten ihre ganz eigenen Regeln, Gesetze und Weltanschauungen hat, die nicht zwingend nah am Puls der Zeit sind (um es freundlich zu sagen). Schneller als es ihr lieb ist, versinkt sie einem Strudel aus Gewalt, Hass und Unterdrückung. Selbstbestimmung ist ein Fremdwort. Ein Traum.

Wird sich Charlotte ihren freien Willen erhalten können? Welche Abenteuer und Kämpfe stehen ihr bevor? Und was genau meinte der Prophet aus lange vergangen Zeiten mit seinen seltsamen Aufzeichungen? Wird Charlotte das Ende bringen oder der Anfang einer neuen Zeit sein?

Mehr als einmal habe ich atemlos da gesessen und gestaunt. Vor lauter Spannung sogar das Essen vergessen und meine Nachtruhe empfindlich verkürzt.

Michael G. Spitzer hat ein Talent spannungsgeladene Bilder in den Kopf des Lesers zu zaubern und lässt dabei die tiefen Emotionen nicht zu kurz kommen. Wo der Anfang eher locker, leicht und langsam anmuten...wird die Handlung mit jeder Seite rasanter und gewichtiger. Dabei ist es kein Gesplatter oder geistloses Geplapper.

Die Entwicklung von Charlotte ist gigantisch. Vom grauen kleinen verschreckten Mäuschen zur Kämpferin. Wobei sie selbst gar nicht die Konfrontation sucht, sondern sich lediglich den Gegebenheiten anpasst und nur sich und ihresgleichen verteidigt. Wirklich toll.

Wie gesagt ist dies nur der Auftakt einer Reihe und ich muss gestehen, dass mich das Ende zerstört und ich nur hoffen kann, dass Michael ganz schnell am nächsten Teil schreibt. (Meine armen Nerven)

5 von 5 Eisblumen von mir.
#68/2017

***Werbeblock***
Taschenbuch: 744 Seiten
Verlag: Hybrid Verlag
Auflage: 1 (2. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946820123
ISBN-13: 978-3946820123

Kommentare

  1. Vielen Dank für diese tolle Rückmeldung.
    Ich freue mich riesig, dass dir diese Geschichte gefallen hat und bin stolz, dass dich die zehnte Generation auf ihrem Weg durch ihre zwei Welten mitnehmen konnte.

    Lieben Gruß

    Michael

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Deine Meinung!!!