Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension: Ethan Cross - Spectrum

(c) Bastei Lübbe









Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 21.07.17
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404175557
ISBN-13: 978-3404175550



Klappentext:

Eine neue rasante Thriller-Serie von Bestsellerautor Ethan Cross, dem Autor der Shepherd-Thriller

August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.

Inhalt:

Wir beginnen in Südafrika mit der Hinrichtung von hunderten Menschen in einer Squatter Siedlung und lernen hier die Polizistin Isabel Price kennen, die bei diesem Massaker ein sehr persönliches Schicksal erleiden muss.

Dann wechselt die Handlung in die USA und wir verfolgen einen Profikiller mit dem Namen Krüger, der seinem ersten Opfer Zugangscodes per Folter abringt.

Der Profikiller und seine zwei Komplizen planen einen Einbruch in eine neumodische Lagereinrichtung mit dem Namen GoBox. Was als Überfall mit Geiselnahme beginnt ruft den FBI Agenten Samuel Carter inkl. dem Berater Dr. August Burke auf den Plan und das SWAT Team von Nicolas Jewels.

Was zu Beginn wie ein einfacher Raubüberfall mit Geiselnahme aussieht, entwickelt sich zu dem Hauptbestandteil des Buches, denn die Räuber versuchen nicht zu fliehen, verhandeln nicht, sondern scheinen auf Zeit zu spielen. 

Warum haben sie den stillen Alarm auslösen lassen und das FBI angefordert für weitere Gespräche?
Was wollen sie in der GoBox Filiale erbeuten?
Wieso taucht plötzlich das CIA auf und will die Ermittlung an sich reißen?

Ab hier verfolgt man parallel laufende Handlungsstränge:

1. Isabel Price und Ihren Weg
2. Die Machenschaften innerhalb der GoBox Filiale
3. Die Arbeiten des Ermittlungsteams

Hier fragt man sich als Leser schon, wie all diese Handlungsstränge zusammen passen und diese miteinander verknüpft werden sollen.

Man wird mit einer Menge an Protagonisten bekanntgemacht, die gut dargestellt werden und alle völlig verschiedene Hintergründe haben, die das Zusammenspiel besonders interessant machen.

Dr. August Burke, der als Berater / Fallanalyst für das FBI arbeitet, sticht hier besonders heraus. Ein junger Mann, der am Asperger-Syndrom leidet und überdurchschnittlich intelligent ist. Auf Grund der Tatsache, dass sein Gehirn anders geschaltet ist als bei dem normalen Menschen, erkennt er Muster und entdeckt Verbindungen die normalerweise nicht wahrgenommen werden würden.
Er ist speziell, er ist anders und gerade seine Art und seine Sicht der Dinge machen das Buch aus.

Im Laufe der Geschichte erleben wir, wie die Handlungsstränge zueinander finden und sich miteinander zu einem dichten Geflecht verweben.

Fazit:

In gewohnter Manier erzählt Ethan Cross eine Geschichte über Intrigen, Racheakten, üblen Machenschaften und Verschwörungen in Las Vegas. Wie auch in seiner Reihe um die Sheperd Organisation scheut der Autor nicht vor teilweiser doch recht drastischer Gewaltdarstellung. 
(Meiner Meinung nach, wird es hier aber nicht so detailliert beschrieben.)

Die actionreiche Geschichte nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und lässt ihn bis zum Schluss nicht los. 
Auch wenn es zu Beginn eine Vielzahl an Protagonisten gibt und die Gesamtsituation diffus ist, ermöglicht es die auktoriale Erzählweise dem Leser eine gute Übersicht der Gesamtsituation zu erlangen und zu behalten.

Der Schreibstil ist klar und prägnant und es kommen auch durchaus einige amüsante Stellen vor, die einem mindestens ein Lächeln abgewinnen können.

Das Buch ist in kurze Kapitel gegliedert, die meiner Meinung die Spannung weiter vorantreiben, da man mit den Kapiteln auch durchaus die Perspektiven wechselt. 
Eigentlich denkt man immer: ein Kapitel geht noch.

Ein kleines Manko: das Ende... 
Es ist nachvollziehbar und auch schlüssig, allerdings ist die Geschichte nicht final beendet, aber das gehört zum Konzept. 

Mit diesem Buch hat mich der Autor wieder voll überzeugt und auch überrascht, in dem er einen doch sehr speziellen Charakter geschaffen hat, der mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen ist. 
Dr. August Burke wird mich garantiert ein weiteres Mal "unterhalten", wenn die Fortsetzung erscheint.

Spectrum ist ein harter und actionreicher Thriller der von mir der volle 5 von 5 Punkten erhält.

Kommentare:

  1. Hallo Ana,

    Das fällt normalerweise nicht in mein Beuteschema, aber auf meine Merkliste kommt es trotzdem 😊 ich bin immer dankbar für Tipps aus diesem Genre für meine Thriller lesenden Freunde.

    LG Sonja Béland

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  2. Liebe Anja,

    Dankeschön für die tolle Rezi. So kann ich das Buch gut für mich einschätzen und glaube, dass es zu mir passt.

    Liebe Grüße

    Anja

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    1. Liebe Namensvetterin,

      dann hoffe ich, dass es Dir gefällt und würde mich freuen von Dir zu hören und gerne würde ich Deine Rezi dann auch bei uns mit verlinken und nochmal posten. (Wenn Du soweit bist und es wirklich lesen solltest) GLG Anja

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  3. Schön, dass es dir auch gefallen hat! Ich verlinke deine Rezension in meiner! LG Verena

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Danke für Deine Meinung!!!