Rezension: Green Net von Wilfried von Manstein

(c) Edition INMO









Verlag: Edition INMO 
im Verlag boernermedia
Erscheinungsdatum: 10.12,2016
ISBN-10: 3942498200
ISBN-13: 978-3942498203



Klappentext:

Der 12jährige Mario ist ein »Baumflüsterer«. Er wohnt in einer Stadt, die einen berühmten Zoo beherbergt, in dem Nasenaffen auf einer Würgefeige leben. Mario zeigt autistisches Verhalten und spricht am liebsten nur mit Bäumen, deren Sprache er versteht. Seine Mutter macht sich deswegen Sorgen und sucht einen Psychiater auf. Als Mario sie in der Villa des Psychiaters abholen will, findet er die beiden Erwachsenen in einem rätselhaften Koma liegend. Die Aufzeichnung einer Überwachungskamera zeigt, auf welche Weise das geschah: Ein entdeckter Einbrecher benutzte eine Waffe, die Menschen so sehr verlangsamt, dass sie zu Pflanzen werden (und umgekehrt Pflanzen so sehr verschnellert, dass sie wie Menschen agieren). Die Ärzte sind ratlos, nur Marios Baumfreunde, ein Kastanienbaum und sein Efeu, ahnen, wie die Erwachsenen wieder ins Leben gerufen werden könnten. Unterstützt von der 14jährigen Tochter des Psychiaters, gerät Mario immer tiefer zwischen die Fronten eines Krieges unter verfeindeten Lagern der Pflanzenwelt. Ein »böser« Baum (die gewaltige Würgefeige im Zoo) möchte die Menschheit ausrotten sein Gegenspieler, der weise Herrscher der Pflanzenwelt, sucht hingegen die Verständigung mit den Menschen. Beide Seiten wollen Mario für ihre Zwecke benutzen. Die Macht des bösen Baumes wächst mit jedem Tag, besonders, als dieser beginnt, das gestohlene Gerät zu vervielfältigen.

Inhalt:

Das Buch ist viel mehr, als man dem Klappentext entnehmen kann und einem speziellen Genre kann man es eigentlich auch nicht zuordnen, außer dem Oberbegriff: Jugendbuch.

Wir haben hier ein Zusammenspiel aus Fantasy, Zeitreise, Endzeitszenario, Terrorismus und das Ganze dann gekrönt mit: Alles zusammen trifft auf Green Peace.

Hört sich nicht nur komplex an, ist es auch...

Im Buch treffen wir auf Pflanzen, die sprechen können, Roboter die nicht schimpfen können, verrückte Wissenschaftler, ein Pflanzeninternet und den König der Kakerlaken, die alle eine Rolle spielen zusammen mit Mario und seiner Freundin Rado.
Es werden Themen wie Terrorismus, Tierquälerei und Umweltverschmutzung angesprochen und man erfährt bzw. sieht die Dinge aus Sicht der Tiere und Pflanzen, was einen manchmal zum Nachdenken über das eigene Verhalten bringt.
Alles ist aber adäquat verpackt, so dass es auch tatsächlich für Jugendliche geeignet ist.

Die Beschreibung der Natur ist phänomenal und das Zusammenspiel Mensch - Natur wird hier gut dargestellt.

Wir begleiten den Protagonisten Mario auf seiner Reise, die gespickt ist mit überraschenden Krisensituationen und vielen Wendungen. Ebenfalls erleben wir, wie Mario im Laufe der Geschichte seine Persönlichkeit weiter entwickelt und sich entschlossen seiner Aufgabe widmet.

Fazit:

Wer denkt, dass die Handlung des Buches nur aus der Rettung der Welt vor den terroristischen Machenschaften einiger Bäumen handelt, der liegt völlig falsch.
Das Buch hat durchaus Tiefgang und bietet neben Spannung auch viel wissenswertes.

Mein persönliches Manko: Die Darstellung des Bösewichts Podoll war mir etwas zu eindimensional, aber das ist tatsächlich nur meine persönliche Meinung.
Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich und ich habe ein wenig gebraucht, um mich einzufinden, aber im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt ist die Sprache durchaus angemessen.

Das Buch ist fantasievoll geschrieben und enthält eine Geschichte, die ich in dieser Form bisher nicht gelesen hatte. 
Empfehlung für alle, die Abenteuergeschichten mögen und eine spannende Geschichte lieben.

Von mir gibt es insgesamt 4,5 von 5 möglichen Punkten

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