Donnerstag, 27. April 2017

Rezension: Fürchte die Nacht - Claudia Puhlfürst

(c) COPPENRATH










Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Coppenrath 
Erscheinungsdatum: 16. 02.17
ISBN-10: 3649671271
ISBN-13: 978-3649671275


Klappentext:

Eine Woche Exkursion ins Nirgendwo – auf so eine Idee können auch nur verschrobene Biolehrer kommen, finden Lena und ihre beste Freundin Anne. Rund um ihr Landschulheim gibt es nichts als hohe Bäume und dichtes Unterholz. Zumindest eignet sich dieser Ort bestens für nächtliche Mutproben, und gleich am ersten Abend fordern die Jungs Lena und ihre Freundinnen dazu heraus, mit ihnen im Wald zu übernachten. Doch spät in der Nacht wird Anne von einer vermummten
Gestalt angegriffen und gleich am nächsten Abend kommt es zu einem weiteren Überfall. Ein Mädchen aus der Gruppe wird im Wald erdrosselt aufgefunden!
Völlig traumatisiert bricht die Klasse den Ausflug ab – doch der Mörder muss ihnen nach Hause gefolgt sein und lauert schon auf sein nächstes Opfer …

Inhalt:

Der Roman schildert die Monate Mai bis August im Leben der Teenager und eigentlich kommt nur Spannung im Mai und August auf, im kompletten Mittelteil verfolgen wir das Leben der Teenager und Ihre Art mit dem schlimmen Erlebnis(sen) umzugehen.
Wir begleiten die Geschehnisse aus der Sicht von 10. Klässlern und hier explizit aus der Sicht der besten Freundinnen Anna und Lena.

Der Auftakt mit dem Landschulheim und der Nachtwanderung war gut und der Autorin gelingt es eine beklemmende Stimmung zu erzeugen, leider bricht der Spannungsbogen dann auch ab.

Der Schwerpunkt des Buches liegt bei der Interaktion der Teenager mit Ihren Eltern und auch das Miteinander innerhalb der Clique.
Der Mörder rückt dabei völlig in den Hintergrund und wir erleben, wie die einzelnen Personen aus der Clique mit dem Tod einer Mitschülerin umgehen.
Manche wählen Verdrängung, andere setzen sich lieber aktiv damit auseinander, einige drängen sich in der Vordergrund und erzählen der Presse was passiert ist und Lena z.B. arbeitet dieses in einer Therapie auf. Dass die Autorin dieser unterschiedlichen Ansätze eingebaut hat, fand ich sehr gelungen.

Schade finde ich, dass die einzelnen Charaktere zwar angerissen werden und auch mehrfach betont wird, wie unterschiedlich die einzelnen Personen sind, doch bleiben sie an sich sehr blass. Auch die beiden Hauptprotagonistinnen sind für meinen Geschmack recht austauschbar geblieben und ich konnte kein wirkliches Gefühl zu Ihnen entwickeln.

Wir erleben hier, dass ein Trauma schlimme Narben an der Seele junger Menschen hinterlassen kann und manchmal reicht ein kleines Ereignis, um scheinbar geschlossene Wunden wieder aufreißen zu lassen.

Fazit:

Der Schreibstil von Claudia Puhlfürst ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Ich vermute geschuldet der Tatsache, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, sind die Kapitel kurz und knapp.

Die Auflösung kam für mich unerwartet, aber konnte mich leider nicht überzeugen. Die weitere Tat, die eine wichtige Rolle in der gesamten Geschichte spielt war mir persönlich zu kurz angerissen und die Spur, die in dem ganzen Buch gelegt wurde, verpuffte zu blassem Rauch.

Ich kann leider nur 3 von 5 Punkten geben.

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