Freitag, 28. April 2017

Bookaholics Listenaktion: Deine besten Bücher deutschsprachiger Autoren-Ana

Credit: Pixabay

verfasst von Ana











Listenaktion 2017 bei den Bookaholics:


Wer kennt sie nicht die Seiten auf FB, bei denen sich "Büchersüchtige" austauschen zum Thema Lesen. Eine dieser Seiten sind die Bookaholics, eine der ersten Gruppen denen ich mich auf Facebook angeschlossen habe, um meiner Leidenschaft zu frönen und der ich bis heute treu geblieben bin. Die Seite ist anders: Keine Werbung von Autoren, Blogbeiträge müssen komplett in der Gruppe zu lesen sein, keine Blogwerbung und für den allgemeinen Plausch gibt es einen Stammtisch, an dem sich die "Verrückten" austauschen können. Anonsten lebt die Seite von Rezensionen, Berichten zu Messen, Lesungen und deren Feedback. Und mindestens einmal im Jahr gibt es eine Aktion, bei der sich etliche Mitglieder zu einem Thema äußern und Listen erstellen.

Hier mal der Link zur Seite: Die Bookaholics

Aktuell lautet die Aktion:

Bücher von deutschsprachigen Autoren/Autorinnen

Ich habe Bücher draufgesetzt, wieder gestrichen neue Bücher zugefügt, wieder gestrichen und immer so weiter. Am langen Ende habe ich mich für die entschieden, die mir zuerst eingefallen waren, also hier meine Liste und sie besteht aus 7 Büchern.

Ihr wollt wissen, für welche Bücher ich mich entschieden habe? 
Here we go:


Gudrun Pausewang - Die letzten Kinder von Schewenborn
Das Buch ist 1983 erschienen und war Schullektüre und ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Nein ich verrate jetzt nicht wie alt ich bin, aber glaubt mir es ist schon ein ganze Weile her.
Es geht um Deutschland nach einem Atomkrieg und dessen Auswirkungen. Das war sicherlich die erste Endzeitgeschichte, die ich gelesen habe und die mich als Jungendliche nachhaltig beeindruckt hat.
Ein Buch, das von der Thematik heute genauso aktuell ist wie damals. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, glaube ich, dass dieses Buch meine heutige „Liebe“ zu Dystopien erklärt.


Thomas Nommensen - Wintertod
Das Buch war mein Lesehighlight 2016 und musste einfach auf diese Liste. Thomas schafft es eine unglaublich düstere Atmosphäre zu schaffen in seinem Krimi. Er verwebt Erzählstränge meisterhaft zu einem großen Ganzen und wir erfahren in drei Erzählsträngen, wie eine Leiche auf einem Friedhof, die Lehrerin Lea Zeisberg und die Erlebnisse eines Kindes in der ehemaligen DDR zusammenhängen. An alle die, dieses Buch und auch den 1. Band "Ein dunkler Sommer" nicht kennen, möchte ich die Bücher ans Herz legen. Thomas schafft es einfach mich mit seiner Art des Schreibens völlig in den Bann zu ziehen und ich habe lange an dieses Buch gedacht.


Regina Schleheck - Der Kirmesmörder Jürgen Bartsch
Als ich begonnen habe zu lesen, war mir bewusst auf was ich mich einlasse, aber mit dieser Achterbahn der Gefühle habe ich nicht gerechnet.

Fast jeder kennt Jürgen Bartsch und die Gräueltaten, die dieser Mann verübt hat. Ich wohne gar nicht weit weg von Essen im Ruhrgebiet und meine Mutter hat mir nach dem Buch erzählt, wie die Zeit war und wie es für Ihre jüngeren Geschwister zu der Zeit war, auch das hat mich nachhaltlich beeindruckt.
Regina Schleheck hat die Geschichte von Jürgen Bartsch geschickt verpackt und mehr als treffend beschrieben. Das Buch ist hart und grausam aber auch lehrreich. Der Spagat zwischen Roman und Biografie ist ihr absolut geglückt und sie schaffte es sogar, dass ich mit dem Kind Jürgen Bartsch Mitleid hatte.
Ich war von dem Buch so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.


Cornelia Funke - Tintenherz
Dieses Buch steht stellvertretend für die gesamte Trilogie. Ich liebe diese Reihe, denn die Magie und die Liebe, die in diesen Büchern steckt ist für mich nach wie vor unvergleichlich. Die Vorstellung, dass man Personen aus Büchern lesen kann finde ich auch heute noch genauso faszinierend wie damals. Für mich nicht nur ein Buch für Jugendliche sondern für alle Erwachsene, die das Magische und Fantastische mögen und gerne eine unglaubliche Reise antreten wollen.


Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher
Im Klappentext steht: "Es ist die größte, schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur, die in diesem Jahr zu haben ist." Das ist es wirklich!!!

Manchmal bekommt man ein Buch in die Hand und denkt: Naja, ob das was für mich ist? Dann beginnt man zu lesen und Zack ist man mittendrin, in diesem Fall in Zamonien. Nicht nur die Geschichte, sondern auch die Sprache und die Bilder (es gibt jede Menge Illustrationen) haben mich in den Bann gezogen.
Was dieses Buch aber so fantastisch macht, sind die vielen unglaublich kreativen Einfälle, z.B. der Friedhof der vergessenen Dichter, das Labyrinth oder die Bücherbahn der rostigen Gnome… Es ist ein Feuerwerk an grandiosen Ideen.


Zoran Drvenkar - Still
Durch diese Gruppe bin ich überhaupt erst auf den Autor gestoßen und ich kann Euch gar nicht sagen, wie dankbar ich dafür immer noch bin. Was hätte ich für großartige Lesestunden verpasst..

Wer dieses Buch in die Hand nimmt, bemerkt ganz schnell, das es anders ist als viele andere:
Es gibt drei verschiedene Perspektiven: “Du”, “Sie” und “Ich” – und so wie die Kapitel überschrieben sind, so schreibt Drvenkar die folgenden Abschnitte auch: Im Singular der ersten und zweiten Person und im Plural der dritten Person. Die bemerkenswerteste Abschnitte sind sicherlich die Passagen geschrieben in der zweiten Person, denn hier wird man als Leser quasi in die Opferrolle gedrängt. Das Buch handelt von Kindesmissbrauch und ist damit eigentlich ein Thema, um das ich einen weiten Bogen schlage. Dieses Buch hat mich jedoch begeistert so wie viele andere hier auch und ich kann es nur empfehlen.


Michael Ende - Momo
Ein Kinderbuch, das sicherlich jeder kennt und auch heute noch begeistert. Viel muss ich sicherlich nicht dazu sagen. Es geht um Zeit und darum, dass Momo immer welche hat und um die grauen Herren, die es auf die Lebenszeit der Menschen abgesehen haben.
Sicherlich lassen sich die grauen Herren auf Zeitdiebe der modernen Zeit übertragen und das macht dieses Buch auch nach vielen Jahren noch aktuell für mich.
Vor vielen Jahren habe ich Momo als Theateraufführung im alten Amphitheater in Xanten gesehen und es war großartig, gerade auf Grund der Tatsache, dass Momo ja in den Ruinen eines Amphitheaters lebt.


Am Ende dieser Liste möchte ich einfach noch einige Autoren nennen, die ich absolut empfehlen kann und von denen ich bisher erschienene Bücher liebe und mich auf neue Bücher freue.

Auch wenn ich sie nicht explizit in der Liste der Bücher aufgenommen habe, ist es keine Herabwürdigung. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden und habe es daher oben einfach bei den sieben Büchern gelassen und mich dann für eine Aufzählung entschieden:

Jutta Maria Herrmann
Ellen Dunne
Arthur Gordon Wolf
Martin Krist
L.C. Frey
Sebastian Fitzek
Jaques Berndorf
Melanie Raabe
Nadine D'Arachart und Sarah Wedler

Wie man an Hand der Liste erkennen kann, habe ich einen Hang zum Düsteren und nicht unbedingt zu großer Weltliteratur. Aber wer bestimmt überhaupt was Literatur ist und was große Kunst in diesem Bereich ist? Meiner Meinung nach nur die Person selbst. Ich vertrete die Meinung, dass Literatur ist, was gefällt und nicht das was einem Kritiker suggerieren wollen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Euch ein bißchen Unterhalten konnte.

Liebe Grüße Eure Ana

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