Montag, 7. November 2016

Rezension: Körbchen mit Meerblick von Petra Schier

Quelle: www.petra-schier.de / (c) Mira Verlag
gelesen und rezensiert von Tii








Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; 
Auflage: 1 (10. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956495764
ISBN-13: 978-3956495762





Klappentext:

Überrascht starrt Melanie auf den Brief von Nachlassverwalter Alex Messner. Sie hat den gesamten Besitz ihrer Tante geerbt. Aber nach Lichterhaven ziehen? Auf keinen Fall. Trotzdem muss sie es sich wenigstens einmal ansehen, das ist sie ihrer Tante schuldig – und der jungen Hündin Schoki, deren Frauchen sie ab jetzt sein soll. Einen Sommer will Melanie in Lichterhaven verbringen. Und plötzlich beginnt sie sich dort richtig wohlzufühlen mit Schoki – und in der Gesellschaft von Alex.

Beurteilung:

Melanie ist Karrierefrau und Stadtmensch wie er im Buche steht. Für sie gibt es nur ihren Job. Sie ist wohl das, was man auch gerne einen Workaholic nennt. Daher staunt sie auch nicht schlecht, als sie plötzlich Post aus Lichterhaven erhält, demnach sie als Alleinerbin ihrer Großtante eingesetzt ist, die sie gut 20 Jahre nicht mehr gesehen oder gar gesprochen hat. 
Aber was soll sie als Stadtmensch auf dem platten Land, am Ende der Welt? 
In einem verschlafenen Örtchen, wo sich Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen und jeder jeden kennt? Also ist es wenig verwunderlich, dass Melanie wenig begeistert ist von dieser Neuigkeit. Fest entschlossen zumindest einen Blick auf das Ganze zu werfen und danach ihr gewohntes Leben weiterzuführen, reist sie in den hohen Norden.
Doch ist sie wirklich mit ihrer Arbeit verheiratet und an Köln gebunden? Oder ist hier doch mehr als es zuerst scheint?

Petra Schier entführt uns in den hohen Norden in einen kleinen beschaulichen Ort an der Küste. Einem Ort, der alle Herzenswünsche an die Nordsee erfüllt, seien es Möwen, das Watt, die eher steife Brise oder gar die Wattwürmer. Auch die diversen Figuren sind mehr als authentisch, sei es die Familie Messner, der Handwerker Hinnerk oder die "Landfrauen" Lotti und Elke. Auch wenn sie gar nicht so wortkarg sind wie man sich den typischen Nordmenschen vorstellt. 

Doch gerade dieser kunterbunte Strauß an Charaktere und auch die atemberaubende Landschaft sind es, die ans Herz gehen. Aber besonders gelungen finde ich diese kleinen "Dialoge" mit Schoki. Auch wenn der Mensch den kleinen Hund in den seltensten Fällen wahrlich verstehen wird, ist es einfach herzerwärmend wie lieb und ehrlich Schoki ist. Dieser kleine Blick in den Kopf des Vierbeiners macht diese Geschichte leicht und luftig und lässt sie nicht zu ernst wirken.

Kurzum eine wunderbare Geschichte mit Herz und Verstand, die den Hunger nach Meer weckt und zeigt, dass Menschen aus Angst die merkwürdigsten Wege gehen.

Wer also 
  • ein Liebhaber der Nordsee ist,
  • generell ein Faible für die Schreibe von Nora Roberts hat,
  • Liebesgeschichten generell inhaliert,
  • kein Erbsenzähler ist oder Probleme mit einem "sprechenden" Hund hat
  • und auch keine Angst vor der ein oder anderen erotischen oder leidenschaftlichen Szene hat,
der ist hier genau richtig!!!

Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Wattwurmkeksen (die ich unbedingt mal selbst backen muss)

P. S. im Anhang vom Buch sind auch 2 tolle Rezepte für Sybillas Wattwurmkekse und Limonade :)

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