Rezension: Ein Gefühl wie warmer Sommerregen von Ella Simon

(C) Goldmann Verlag
gelesen und rezensiert von Tii








Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483832
ISBN-13: 978-3442483839


Klappentext:

Alis Rivers hat endlich so etwas wie Glück gefunden. Ihr Job bei der südwalisischen Küstenwache in Tenby erfüllt sie, und der gut aussehende, zuverlässige Matthew gibt ihrem Leben Beständigkeit. Doch als sie auf die ungeliebte Pferdefarm ihrer Familie zurückkehrt, um ihre kranke Mutter zu unterstützen, muss sie sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Das Letzte, was sie da braucht, ist ein unverschämter, attraktiver Tierarzt, der sie völlig durcheinanderbringt. Doch Evan wurde einst von Alis mit dem Rettungsboot aus dem Meer gefischt – er verdankt ihr sein Leben. Und nun ist es an der Zeit, ihres zu retten ...

Beurteilung:

Ehrlich gesagt möchte ich zu diesem Buch nicht zu viele Worte verlieren, weil es schlicht eine Geschichte ist, die man selbst lesen (erleben) sollte.

Gemeinsam mit Alis, Evan, Rhys und Sianna erleben wir gleich 2 Liebesgeschichten in ihrem Werden, deren Zukunft aber durch falschen Stolz, verletzten Gefühlen und zu vielen Missverständnissen und dunklen Geheimnisse massiv bedroht sind.

Statt sich der Vergangenheit zu stellen und mit ihr Frieden zu schliessen, verrennen die Protagonisten sich in der irrigen Vorstellung, dass Gefühle und Bindungen wie stählerne Fesseln sind, und merken dabei nicht, dass sie sich damit und ihrem störrischen Stolz selbst und andere um ihr verdientes Glück bringen.

Dabei gelingt es Ella Simon einen ausgewogenen Mix aus Angst, Unsicherheit, spritzigen Humor, lebenslustigen Flirt und den traurigen Ernst der Vergangenheit aufs Papier zu zaubern. Und das Klischee, dass nur Männer Bindungsängste haben umzudrehen.

Mehr als nur einmal schaffen es Sianna und Evan mit ihrer durchaus spitzen Zunge nicht nur ihr literarisches Gegenüber zum Schmunzeln zu bringen. Wobei alle Figuren zu keiner Zeit überzogen oder albern wirken, sondern viel mehr wie alte Bekannte wirken. Auch sind sie nicht perfekt und fehlerfrei, sondern haben ein Talent sich von einer peinlichen Szene in die nächste zu katapultieren, wo sie doch in ihren jeweiligen Berufen doch stets professionell sind.

Zeitgleich hat die Autorin ein Talent dafür die Landschaft und die Menschen aus Wales so authentisch und liebevoll zu beschreiben, dass man einfach nur noch seine Taschen packen und dahin fahren will.
Ich persönlich würde so gerne bei Evans Nain nun eine Limonade trinken und danach an den Klippen die Wellen bestaunen!

Ich gebe diesem Buch 4,5 von 5 Sternen, weil mir persönlich einige Handlungsstränge zu schnell und oberflächlich abgeknuspert wurden, und ich mir in einigen Aspekten gewünscht hätte, dass hier mehr ins Detail gegangen worden wäre. Aber alles in allem ist es eine tolle Geschichte, die alles hat, was das Leserherz so begehrt :) 

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