Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension: Weiblich, ledig, untot von Mary Janice Davidson

gelesen und rezensiert von Tii








Taschenbuch: 318 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 9
(6. September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802581237
ISBN-13: 978-3802581236
Originaltitel: Undead and Unwed




Klappentext:

Betsy Taylor hat eine fürchterliche Woche hinter sich -- erst verliert sie ihren Job, dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben - und stellt schließlich fest, dass sie gar nicht wirklich tot ist! Außerdem wird sie ständig von einem unheimlichen Heißhunger auf Blut geplagt. Ihre neuen Freunde halten sie für die lange prophezeite Königin der Vampire. Betsy ist da anderer Meinung, doch die Vampire ködern sie mit einer Geheimwaffe, der sie nicht widerstehen kann: Designerschuhe. Mindestens ebenso verlockend ist der Vampir Sinclair ...

Beurteilung:

Ein Buch, dass mit allen bekannten Bildern und Geschichten über Vampiren grundlegend aufräumt.
Was weiß man über Vampire?
Vampire sind...

  • ...blutsaugende Monster
  • ...von finsteren Dämonen besessen
  • ...uralte Fürsten der Unterwelt
  • ...vom Blutdurst zerfressen
  • ...haben Angst vor Weihwasser und Kreuzen
  • ...leben in dunklen Gruften
  • ...

Ja, die Liste ist schier endlos. Vergesst diesen Humbug. Betsy Taylor räumt grundlegend mit allen Vorurteilen, Klischees und vermeintlichen Tatsachen auf. Sie definiert das Dasein eines Vampirs gänzlich neu.

Während ihre "Artgenossen" vom Blutdurst zerfressen sind und sich in einer seltsamen Gesellschaft unterordnen, plagen sie ganz andere gewichtigere Sorgen. Wachsen bei Untoten die Haare noch? Wird sie auf ewig diese Frisur behalten? Oder kann sie doch noch die roten Strähnchen austesten? Und wo sind ihre Designerschuhe? 

Und doch hat Betsy ein Problem. In ihrer Andersartigkeit tritt sie versehentlich einem Anführer der Vampirgesellschaft gewaltig auf die Zehen, der nun ihren Kopf rollen bzw auf einem Silbertablett sehen will. 

Wobei, was kann sie denn dafür, dass er in seinem Dracula-Outfit eher lächerlich als gruselig wirkt?

Alles in allem wartet Mary Janice Davidson mit einer komplett neuen Definition von Vampir auf und hat mit Betsy eine Figur geschaffen, die mehr als einmal die Lachmuskeln strapaziert und trotzdem nicht lächerlich wirkt. Es ist einfach Betsy's ganz persönlicher Charme, der einen immer wieder ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Besonders die Dialoge und Monologe sind der Knaller.

Wer also mal was neues ausprobieren mag und keine Angst vor Büchern hat, die auch mal die Lachmuskeln ansprechen, der wird hier seine helle Freude haben. Alle anderen, die Tiefgang und Drama erwarten, mögen bitte einen Bogen machen, da man Betsy einfach nicht zu ernst nehmen darf.

Ich gestehe, ich hatte zu Anfang meine Probleme mit ihrer durchaus extremen Oberflächlichkeit. Aber, hey, so ist nun einmal Betsy :) 

Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Pumps.


Kommentare:

  1. Hey :)

    Ich hab diese Buchreihe vor Jahren mal angefangen und ich erinnere mich, den ersten Teil fand ich auch noch ganz witzig. Das Problem war nur, dass alle Nachfolgebände eigentlich nichts anderes als ein Aufguss des ersten Buches waren, weswegen ich es nach dem dritten oder vierten dann gelassen habe ... Eine gute Idee allein macht halt nicht zwangsläufig eine gute Serie aus.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Hallo Ascari,

      das ist leider bei vielen Serien / Reihen so. Nun ja, ob ich die anderen Teile noch lesen werde, wird sich zeigen. Aber der erste Teil zumindest war gut. Danke, dass Du hier ähnlicher Meinung bist. :)
      LG
      Tii

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  2. Huhu, ich hab die Bücher vor ein paar Jahren gelesen. Fand sie nett damals, kleine Lektüre für zwischendurch. Allerdings kann ich mich nur noch dunkel erinnern, was drin vorkam, es war also nicht wirklich etwas, was tiefen Eindruck hinterließ. Aber wie gesagt, nette Urlaubslektüre. :)

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Danke für Deine Meinung!!!