Rezension: Die Spuren des Terroristen von Werner Gerl


Gastrezension von Anja








Format: EBook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 251 Seiten
Verlag: Midnight (11. Juli 2014)


Klappentext:

Deutschland wird von einer Anschlagserie heimgesucht. Alle Welt hält den konvertierten Muslim Karl Hausner, der sich zu den Taten bekennt, für den Schuldigen. Nur nicht Marc Bourée, ein Detektiv, der sich darauf spezialisiert hat, Menschen verschwinden zu lassen, und dessen letzter Klient eben jener Hausner war. Bourée glaubt, dass der biedere Familienvater nur als Strohmann dient und etwas ganz anderes hinter der Geschichte steckt. Bei der Suche nach dem wirklichen Attentäter gerät der Detektiv zwischen alle Fronten – und nur seine Exfreundin, die geradlinige Polizistin Julia Wehdau kann ihm helfen. Doch die will mit Bourée nichts mehr zu tun haben …

Beurteilung:

Werner Gerl ist ein deutscher Autor, Kabarettist, schreibt Theaterstücke und war mir vor diesem Roman als Krimiautor trotzdem unbekannt. Im Rahmen eines Boolktalks bin ich auf den Autor und damit explizit auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die Inhaltsbeschreibung hat mich sofort gereizt und bevor ich gucken konnte habe ich das Buch in Händen gehalten. 

Marc Bourrée ist ehemaliger Personenschützer beim BKA und arbeitet jetzt als Detektiv. Bourée ist allerdings nicht der klassische Ermittler, sondern er hilft Menschen zu verschwinden und bewegt sich damit in einem Graubereich der Legalität. Sein letzter Klient hieß Hausner und dieser stellt das Leben des Detektivs gehörig auf den Kopf. Kurz nachdem Bourée das Verschwinden organisiert hat, kommt es zu einem Terroranschlag in Deutschland und der Hauptverdächtige ist der zum Islam konvertierte Hausner. Während alle nach Hausner suchen, ist er der festen Überzeugung, dass der biedere Familienvater nur als Strohmann für den eigentlichen Terroristen gedient hat. Während seiner Ermittlungen gerät Bourée zwischen alle Fronten und wird ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben. Seine einzige Hoffnung ist seine Ex-Freundin, die noch beim LKA arbeitet, allerdings ist diese nicht wirklich erpicht darauf ihm zu helfen. 

Der Roman beginnt mit dem Tod einer Edelprostituierten und deren Freier, erzählt von Bourées Arbeit, geht über zu dem Anschlag und lässt den Leser lange raten wie alles zusammenhängt. Was hat eine Ölgesellschaft mit allem zu tun? Wie passt Hausner in das Bild? Gibt es wirklich den großen Unbekannten? Kann Bourée seinen Hals aus der Schlinge ziehen? Wird seine Ex im helfen? 

Fazit: Ein wirklich solider Krimi, der über die komplette Dauer spannend bleibt und bei dem man Stück für Stück an die Lösung herangeführt wird. Die Auflösung ist sauber und führt alle Fäden zusammen. Eine klare Leseempfehlung von mir. Das Buch gibt es nur als e-Book, wer aber doch eine Printausgabe möchte, ich habe meine beim Autor selbst erstanden.



Vielen dank, Anja, für Deine Rezension :)

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