Freitag, 8. Mai 2015

Rezension: "Stimmen" von U. Poznanski

gelesen und rezensiert von Tii
Broschiert: 448 Seiten 
Verlag: Wunderlich 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3805250622 
ISBN-13: 978-3805250627 

Klappentext

Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon, und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.

Sie hatten ein Opfer dargebracht. Auf keinen Fall durften sie ihn hören. Sie wissen, wer du bist.

Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen...

Beurteilung:

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde - organisiert durch wasliestdu.de - lesen. Bisher war mir diese Autorin gänzlich unbekannt. Ich habe zwar Werbeplakate zu diesem Buch gesehen, aber mehr wusste ich auch nicht. Doch der Klappentext klang ausgesprochen interessant.

Auch das Buch war sehr interessant und fesselnd.
Alles beginnt mit einem Mord, der jede Menge Fragen aufwirft. Und für jede vermeintliche Antwort weitere Fragen enthüllt. Doch die Autorin schafft es neben der Suche nach dem Mörder auch Einblicke in das Leben der Polizei zu liefern. Quasi einen Blick hinter die Kulissen. Zeigt uns ein Bild, dass der super Ermittler in Wahrheit auch nur ein einfacher Mensch mit Problemen, Sorgen und Schwächen ist. Und das auch Bea die üblichen Machtspiele mit ihrem Exmann hat und den Zeitdruck wie jede Otto Normal-Allein-Erziehende berufstätige Mutter es auch hat. Ihre Gewissenbisse. Ängste. Hoffnungen. 

Besonders faszinierend fand ich die "Zeichen" und "Symbolik". Aber macht Euch selbst ein Bild :)

Da "Stimmen" der Dritte Band aus der Feder dieser Autorin und einer Reihe entspringt, gibt es einige Fragen im Bezug auf das zwischenmenschliche Verhältnis von Florin und Bea und ähnliche Hintergrundhandlungen, die (ohne Vorwissen der anderen Bände) etwas verwirrend und unklar erscheinen. Aber die Hauptstory an sich ist abgeschlossen und fesselnd. Wartet mit Wendungen und Winkelzügen auf, die man so nicht erwarten würde, die einen aber umso mehr in ihren Bann ziehen.

Ich gebe für dieses Buch 5 von 5 Sterne und werde mir noch die anderen Teile von Poznanski besorgen und zur Gemüte führen.

Kleine Anmerkung am Rande: Ein bisschen erinnert mich persönlich der Aufbau der Geschichte und auch die Einblicke ins private an "Tatort", was ich ehrlich gesagt gut finde, weil man so irgendwie den Protas noch leichter Gesichter zuweisen kann. :)



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